
Der Setzkasten, den es nicht gibt
Am 16. September war ich mir sicher, das richtige Bild gefunden zu haben. Ein Setzkasten, ein Regal mit Fächern. Jedes Fach ein Stück vom Unternehmen: die Stimme, die Farben, die Menschen, das Logo. Mit jedem Auftrag kommt ein Fach dazu. Die Illustrationen waren schnell fertig, und sie sahen gut aus.
Einen Tag später habe ich es zurückgenommen. Ein Regal ist ein Möbel, in das man Dinge stellt und dann vergisst. Es wird voll, dann ist es fertig. Genau das Gegenteil von dem, was ich zeigen wollte.
Geblieben ist der Kreis. Ein Safrankreis in der Mitte eines Lageplans, um den herum Platz ist für alles, was noch kommt. Die Mitte bleibt ruhig. Alles darum darf sich bewegen.
Ich zeige den Setzkasten trotzdem. Weil er gut gezeichnet ist, und weil ein verworfenes Bild manchmal mehr erklärt als das gewählte.
