Notiz · 21. Juli 2026
[ku] 32/26 Kunst
Die Tuijametsä bei Aulanko, ein Wald aus Liebe.
Der Bohlensteg durch die Tuijametsä bei Aulanko.
Manchmal beginnt ein Wald nicht mit einem Samen, sondern mit einer Sehnsucht.
Ein Wald, der keiner ist wie andere
Terho Aalto, der Fotografen-Legende von Hämeenlinna, verdanke ich diesen Ort: die Tuijametsä, einen kleinen Wald aus Lebensbäumen im Landschaftspark Aulanko, kaum ein halber Hektar, den die meisten Spaziergänger übersehen. Ein Bohlensteg zieht sich zwischen den Stämmen hindurch, das Licht fällt grün gefiltert bis auf den Grund, und selbst an hellen Tagen hält der Wald seine Besucher im Schatten.
Die Geschichte dahinter
Dieser Wald ist gepflanzt, nicht gewachsen. Der Park, zu dem er gehört, geht auf den Gouverneur Otto Carl Rehbinder zurück und wurde ab 1883 von Hugo Standertskjöld über mehr als zwanzig Jahre ausgebaut. Man erzählt sich, er habe das alles für eine polnische Gräfin gebaut, die er als junger Offizier geliebt hatte. Sie kam nie nach Finnland. Er blieb unverheiratet, und den Park öffnete er für alle.
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