Notiz · 18. September 2026
[ku]48/26Kunst
Kunstpreis der SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen: Fotos von der Jurysitzung
Heute kamen die Fotos von der Jurysitzung. Beim Anschauen war das Gefühl von damals sofort wieder da: Kaffee, Brötchen, ein langer Tisch und ein Austausch, der richtig gutgetan hat.
Am Tisch
Heute kamen Fotos von der Jurysitzung zum Kunstpreis der SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen. Aufgenommen am 2. Juli im Landtag, jetzt von der Fraktion an die ganze Jury geschickt. Elf Wochen später sehe ich mich dort sitzen, die Hand am Kinn, und das Gefühl von damals ist sofort wieder da. Ich bin aus dieser Sitzung mit einem richtig guten Gefühl rausgegangen.

Wie so eine Sitzung aussieht
Die Fraktion hatte sich viel Mühe gegeben. Es gab Kaffee und leckere Brötchen, und die Atmosphäre war einfach nett. Lange Tische, vor jedem Platz ein Mikrofon, dazwischen Wasser, Saft und Stapel mit Unterlagen. Wer nicht nach Hannover kommen konnte, war per Teams zugeschaltet und saß auf dem großen Bildschirm an der Wand mit am Tisch. Man meldet sich, spricht, lässt ausreden und wartet, bis der Ton aus der Ferne ankommt.
Was mich überrascht hat: wie konstruktiv und wertschätzend dieser Austausch war. Ich hätte nicht gedacht, dass wir in so kurzer Zeit so viel miteinander abstimmen. Was genau besprochen wurde, bleibt in der Jury. Mit der Entscheidung bin ich sehr zufrieden.

Ich hätte nicht gedacht, dass wir in so kurzer Zeit so viel miteinander abstimmen.
Wer dabei war
Die Jury war wirklich toll besetzt. Dazu gehörten Anne Prenzler, kuratorische Leiterin der Städtischen Galerie KUBUS in Hannover, die den Vorsitz hatte, und Dr. Anna Heinze, Direktorin des Landesmuseums Kunst & Kultur Oldenburg. Eva Birkenstock, Direktorin der Kestner Gesellschaft Hannover. Ina Grätz, Wissenschaftliche Direktorin der Kunsthalle Emden. Nils-Arne Kässens, Direktor des Museumsquartiers Osnabrück. Christoph Platz-Gallus, Direktor des Kunstvereins Hannover. Carolin Knüpper vom Kunstverein Wolfenbüttel. Prof. Anette Haas vom Institut für Gestaltung und Darstellung der Leibniz Universität Hannover, Prof. Dr. Rahel Puffert von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und Prof. Dr.-Ing. Monika Steinberg, Dekanin an der Hochschule Hannover. Und ich für den BBK Niedersachsen.
Wofür ich dort saß
Ich war nicht als Privatperson in dieser Jury, sondern als Vertreter des BBK Niedersachsen, des Bundes Bildender Künstlerinnen und Künstler. Den Landesverband gibt es seit 1946. Rund 800 Künstlerinnen und Künstler gehören dazu, in elf Bezirksgruppen, eine davon bei uns in Celle. Er setzt sich für geregelte Ausstellungsvergütungen ein, für Verbesserungen in der Künstlersozialversicherung und für ein europaweit einheitliches Urheber- und Folgerecht. Und er ist frei von parteipolitischen Bindungen, was mir gerade bei einem Preis einer Fraktion wichtig ist.
In einer Jury sitzen Menschen, die Kunst zeigen, sammeln, vermitteln und lehren. Der Verband bringt die Sicht derer mit, die sie machen. Wenn ich dort etwas sage, geht es nicht um meinen Geschmack. Es geht darum, dass die Arbeit vieler Kolleginnen und Kollegen in Niedersachsen überhaupt auf den Tisch kommt.

Ein Gruppenbild, das keins ist
Das Foto unten sieht aus wie ein Gruppenbild, ist aber keins. Es zeigt nur die drei, die zu diesem Zeitpunkt noch vor Ort waren: links Dr. Anna Heinze, in der Mitte Anne Prenzler, rechts ich. Die Jury war wesentlich größer.

Am 6. Oktober wird der Preis an Leyla Yenirce verliehen, im Sprengel Museum in Hannover. Ich freue mich sehr darauf. Mehr Bilder aus der Sitzung und mehr über die Kolleginnen stehen im Magazin.
Die ganze Geschichte im Magazin lesen →